„Bob Dylan“ and me

Kölner WestendVor etwa zwei Jahren rief mich „Markus Mischkowski“, ein Kölner Filmemacher an, für dessen Filme ich bereits ein paar mal zusammen mit meiner alten Punk-Band den „Haifaboys“ Musik gemacht hatte. Markus hatte mit seinem Kompagnon „Kai Maria Steinkühler“ mal wieder einen Kurzfilm gedreht, eine sehr intelligente und schön gemachte Komödie Namens „Wellenreiter“. Wie in den meisten Filmen, die die beiden bisher gedreht haben geht es darum, dass die beiden Langzeitarbeitslosen „Mike“ und „Alfred“ mal wieder für ihren windigen Freund „Rasto“ arbeiten sollen. An einer Stelle des Films erklärt Rasto den beiden dann, worauf es beim arbeiten (sie sollen Eis verkaufen) so ankommt.

An dieser Stelle haben Markus und Kai dann dass bekannte Video von Bob Dylans „Subterranean Homesick Blues“ adaptiert, in welchem Dylan in einer engen Gasse steht, in die Kamera schaut und Blätter mit Schlagwörtern aus seinem Song weg wirft. In dem Film „Wellenreiter“ nun steht „Rasto“ am Kölner „Rheinstrand“ und erklärt „Mike“ und „Alfred“ in großspurigen Worten, die er auf weiße Blätter geschrieben hat und (genau wie Dylan) wegwirft auf was es in unserer modernen Arbeitswelt so ankommt. Über diese Szene hatte Markus probeweise das Stück „Subterranean Homesick Blues“ gelegt. Das Stück konnte er natürlich nicht verwenden, weil – zu teuer.

Als ich mir die Stelle anschaute sagte ich zu Markus:“Dylan? Kein Problem, mach ich dir!“ Zuhause angekommen schnappte ich mir meine Gitarre, schmiss den Rechner an und legte los. Heraus kam der „Anticipation Benchmark Blues“ (der Name des Stücks war eine Idee von Markus), in welchem ich einfach ein paar Worthülsen aus der Wirtschaft, die ich im Netz recherchierte aneinander gehängt habe. Die Mundharmonika wurde im Studio von „Robert Nacken“ hinzugefügt, der das ganze dann auch noch mal neu gemischt hat.

Auf jeden Fall fanden Markus und Kai mein Stück super und meinten, dass es an der Stelle noch viel besser passt als das olle Dylan Stück, was mich schon mal sehr gefreut hat. Der Film wurde fertig produziert und wie üblich bei diversen Film Festen eingereicht. Ein Film- Fest aus Hamburg wollte den Film dann auch gerne zeigen und rief diesbezüglich dann noch mal bei Markus an und zwar aus folgendem Grund – sie wollten wissen ob Markus denn auch die Rechte an dem Dylan Stück habe!

Geil oder? Ich klinge wie Bob Dylan – großartig! Als Markus mir das erzählte, war ich natürlich stolz wie Oskar, die Story hat er dann auch auf der Premiere noch mal erzählt. Super – wenn Dylan mal nicht mehr unter uns sein sollte (Möge Gott ihm noch etliche Jahre geben!) werd ich mal versuchen der Plattenfirma das Ding als verschollenes Dylan Material unter-zujubeln, so nach dem Motto: „als Dylan damals nach dem Krieg in Deutschland war und mein Opa gerade…“

… da mach ich Millionen mit!

Hier gehts zum Homepage von „Westendfilme“ und damit zu den Filmen von „Markus“ und „Kai“ – www.westendfilme.de

Und hier mein Dylan- Stück

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